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Die bisherigen Darstellungen betrafen vornehmlich die sog. spontan-rhythmischen Vorg�nge im Menschen, die also immer ablaufen. Auch wenn der Mensch ruht oder gar schl�ft, treten sie ja in besonderer Intensit�t ihrer Ordnungsprinzipien hervor. Dar�ber hinaus verf�gt der Organismus aber auch �ber die F�higkeit, weitere rhythmisch-periodische Vorg�nge zu bilden, und zwar vorzugsweise dann, wenn er gefordert und belastet wird. Dies bedeutet, daß auch die Reaktionen des Organismus rhythmisch-periodisch gegliedert ablaufen. Man bezeichnet diese Zeitstrukturen als reaktive Perioden.

Im Spektrum der Wellenl�ngen liegen diese reaktiven Perioden jeweils zwischen den spontanen Rhythmen (Abb. 22). Auch sie nehmen mit der Wellenl�nge an Umfang und Komplexit�t zu und gewinnen dabei, ausgehend von einfachen Erholungs- vorg�ngen, immer mehr den Charakter von umfassenden Anpassungsvorg�ngen, mit denen der K�rper neue Funktionsgleichgewichte einstellt. Hierzu rechnen auch die Selbstheilungs-reaktionen des Organismus.

Die Periodendauern der reaktiven Perioden weichen zwar von denen der Spontan- rhythmen ab, sie stehen aber in der Regel in einfachen ganzzahlig-harmonischen Beziehungen zu den benachbarten Spontanrhythmen. Der reagierende Organismus h�lt also neue Harmonien bereit, mit denen der Gesamtzusammenhang der Zeitstrukturen gewahrt werden kann.
Die reaktiven Perioden werden von den belastenden Eingriffen ausgel�st und verschwinden wieder, wenn die Funktionsgleichgewichte wiederhergestellt, die St�rungen kompensiert sind.

 
                                   
       
                                   
   

Abb. 22

Die Eingliederung der reaktiven Perioden in die hierarchische Ordnung der Spontanrhythmen des Menschen und ihre funktionelle Bedeutung.

(Nach HILDEBRANDT 1977)

   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
                                   
                               
                                   
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